Meine Vision:
Unsere Welt braucht weise Führungspersönlichkeiten. Führungspersönlichkeiten, die ihre Aufgabe nicht in Macht und Profit sehen, sondern eine Vision vom Ganzen haben und ihre Arbeit als Dienst am Ganzen sehen können. Führungspersönlichkeiten, die das Beste aus sich und ihrer Umwelt holen; die sich selbst entdeckt haben, während sie nach ihren höchsten Potentialen suchten. Denen bewusst ist, dass nicht intellektuelle Wissensdinge oder Training der besten Charaktereigenschaften „Not tun“, sondern das Wahrnehmen der Essenz, der Einzigartigkeit, der Selbstwirksamkeit, dem Blick hinter die Dinge …. um das komplexe System wahrzunehmen – im Großen wie im Kleinen, innere Wissen, die unsichtbaren Dynamiken..
Unsere Welt braucht Lern- und Entwicklungsräume. Räume, in denen wir uns geschützt und wohl fühlen. In denen Dialoge möglich sind, um das Geschehen im Außen und im Innen zu besprechen, zu verstehen, zu entwickeln. Denk- und Lernräume, wo Kreativität willkommen ist, Querdenkerei als hohes Gut angesehen wird. Wo nicht alles gleich reglementiert, einsortiert oder strukturiert wird, sondern Raum für Alles, für Authentizität und Begegnung ohne Vorurteile möglich ist. Mein eigenes Ding tun können und doch Teil des Ganzen zu sein. Verbundenheit, die auch Chaos und Zerstörung aushält, die neue Sichtweisen willkommen heißt und die für die Erfahrung vom Ganzen steht, uns eingeschlossen und alles drum herum auch.
Unsere Welt braucht Menschen, die ihrer inneren Führung trauen und sie leben. Menschen, die zu ihrem Kern, ihren Werten, ihrer Berufung stehen und aus diesem Wissen reden und handeln. Die sich nicht irritieren lassen von den Erwartungen Anderer, von den vielen Anforderungen, den schematisierten Handlungen, sondern mit Liebe und Wertschätzung in die Begegnungen gehen: mit Kolleg/innen, Freund/innen, Familien. Denen bewusst ist, dass der im Außen geschehende Wandel nur geschehen kann, wenn auch ein innerer Wandel passiert.
Unsere Welt braucht neue Gemeinschaften, nicht Teams, sondern Crews, nicht Linienstrukturen, sondern Jazzbands. Wenn wir die Komplexität der Probleme und den sich immer schneller vollziehenden Wandel wahrnehmen, dann wird klar, dass nicht mehr Einzelne den Weg vorgeben können, dass Veränderungswissen nicht von der Position abhängt und wir neue Formen von Führung und Mitarbeiterschaft denken müssen. Für eine zukunftsfähige Führung brauchen wir die gesamte Gemeinschaft eines Systems, die sich ihrer gemeinsamen Aufgabe bewusst ist und es als Herausforderung sieht, sich selbst und die Aufgabe, die zu bewältigen ist, in Verantwortung und Achtsamkeit gemeinsam – jede/r an seinem/ihren Platz – dankbar für die Verschiedenartigkeit und
Unsere Welt braucht Experimente und Handlungen. Es sind mehr als Theorien und Konstrukte nötig, um die neuen Ideen erleben zu können und daraus Gewinn zu ziehen. Wenn meine Werte nur Worte sind und nicht mein tägliches Handeln bestimmen, bleibt alles beim Alten. Es braucht Menschen, die mutig sind, ins Neue zu gehen, zu experimentieren, angeschlossen an ihre Prinzipien und Werte (ihre Firmenkultur). Es braucht das Vertrauen, dass aus Fehlern gelernt wird; es braucht Raum für Reflexion und Neuausrichtung von Strategien, wenn ein erster Versuch scheitert. Und immer wieder braucht es das: einfach tun.
Unsere Welt braucht das Integrieren alles Neuen zu einem neuen Ganzen. Um zu wachsen, mich zu verändern, muss das, was ich Neues erlebt habe auch in meine Handlungen, meinen Geist, mein ganzes Sein übergehen. Ich muss eine Balance finden zwischen dem, was ich bisher gelebt und vertreten habe und dem neuen, was hinzukommt. Achtsam werden Altes und Neues ausbalanciert, um zu einem integren Ganzen zu werden. Nichts wird achtlos weggeworfen, nichts unreflektiert aufgenommen. Einsichten, Lebenserfahrungen, fremde, innovative Impulse gilt es auf allen Seins-Ebenen zu spüren und liebevoll abzuwägen. Der beständige Wandel braucht handeln und integrieren, reflektieren, verändern und wieder handeln. Nur in diesem Kreislauf bewegen wir uns weiter.